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Über Maramureş

Komm nach Vişeu! Komm nach Maramureş!
Gelegen im Norden Siebenbürgens, an der Grenze mit der Ukraine, ist Maramureş sowohl für seine traditionellen Merkmale: die erhaltenen Sitten und Gebräuche, die Kultur des Holzschnitzens, die traditionelle Tracht und die holzernen Kirchen unter UNESCO Schutz, als auch für seine unzähligen Naturziele: hohe, von den letzten unberührten Wäldern Europas bedeckte Berge, leichte Hügel und Täler mit traditionellen Siedlungen, spektakuläre Naturschutzgebiete, die durch ihre Schönheit und natürliche Vielfalt beeindrucken, bekannt.
Durch seine günstige Lage, zugänglich mit fast allen Transportarten, aber weit genug, um „von der modernen Zivilisation” geschont zu bleiben, so dass die Echtheit, die Traditionen und die natürlichen Schönheiten erhalten blieben, weit entfernt von den touristischen „Schnellstraßen”, ist der Kreis Maramureş eine Einladung zu einer einmaligen touristischen Erfahrung, nahe an den Einheimischen und an ihrem Lebensstil.
 

Lage

Der Kreis Maramureş ist im Norden Rumäniens, in Siebenbürgen, an der Grenze mit der Ukraine gelegen. Der Kreis streckt sich zwischen 47º20'00" und 48º00'15" nördliche Breite und 22º52'30" und 25º07'30" östliche Länge, über 160 km zwischen den Extrempunkten vom Westen und Osten und über 60 km von Norden nach Süden. Das Gebiet hat also eine längliche Form.

Die Nachbaren des Kreises Maramureş sind: 
  • nach Norden: die Ukraine
  • nach Osten: der Kreis Suceava
  • nach Süden: die Kreise Bistriţa - Năsăud und Sălaj
  • nach Westen: der Kreis Satu Mare
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Zugang

Obwohl es nicht auf die Verkehrshauptadern liegt, ist der Zugang zum Kreis Maramureş leicht. Hier kann man mit fast allen Transportarten ankommen: auf die Straßen, auf Schienen oder durch die Luft.

  • Der Zugang über die Straßen: Die wichtigste Zugangsstraße zum Kreis Maramureş ist die europäische Straße E58, die den Kreis vom Süden nach Westen, auf die Hauptroute zwischen den Kreisen Cluj und Satu Mare, durchquert. Ebenfalls sichert das Straßennetz den Zugang zum Inneren des Kreises, hauptsächlich über die Landstraßen DN 18 Baia Mare – Sighetu Marmaţiei – Vişeu de Sus – Borşa und DN 18B Baia Mare – Târgu Lăpuş – Căşeiu (Kreuzung mit E58 im Kreis Cluj) und es wird von Kreisstraßen und Gemeindewegen ergänzt.

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  • Der Zugang über die Schienen: Der Schienenzugang zum Kreis Maramureş ist von der Rumänischen Bahn auf die Hauptstrecken 400, 401, 409 und 410 gesichert, die die größeren Städte des Kreises (Baia Mare, Vişeu de Sus, Sighetu Marmaţiei, Borşa) und die auf die Strecke gelegenen Dörfer mit den Zielorten der Kreise Satu Mare, Sălaj, Cluj und Bistriţa- Năsăud verbinden.

  • Der Zugang durch die Luft: Im Kreis Maramureş befindet sich der internationale Flughafen Baia Mare, der aber zur Zeit nur Flüge nach Bucharest-Otopeni übernehmen kann. Ansonsten ist der Kreis Maramureş über den Internationalen Flughafen Cluj-Napoca, der sowohl interne als auch internationale Flüge übernimmt, und dann auf die Straße E58 erreichbar.

Karten

Geographie

Gelegen im Norden des Landes, ist der Kreis Maramureş den Kreisen Satu Mare, Sălaj, Cluj, Bistriţa – Năsăud und Suceava benachbart und hat eine 154 km lange Grenze mit der Ukraine. Der Kreis erstreckt sich auf 6.304 qkm und zählt 478.659 Einwohner laut der Volkszählung von 2011.

Was das Relief angeht, ist Maramureş ein Kreis mit überwiegend Hügel- und Berglanschaft, obwohl die niedrigen Zonen der Einsenkungen 135 m tief am Someş in Seini und 204 m tief an der Theiß in Piatra liegen. Das Relief ist wechslungsreich aber trotzdem von der Bergkette der Ostkarpaten geprägt: das Rodna Gebirge, das Maramureş Gebirge und die vulkanischen Berge Gutâi – Lăpuş – Ţibleş. Dazwischen liegen die Maramureş und Baia Mare Einsenkungen. Prägend sind auch die Einzelberge Codrului, Preluca und Dealu Mare.
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Das Rodna Gebirge ist das höhste und massivste Gebirge der ganzen Ostkette der Karpaten. Im Kreis Maramureş liegt nur ein Teil seines nördlichen Abhangs, zwischen dem Pass Prislop 1416 m und dem Pass Şetref 823 m, mit mehreren Gipfel über 2000 m: Pietrosu 2003 m, Rebra 2119 m. Dieser Teil des Rodna Gebirges ist fast alles im Nationalpark des Rodna Gebirges enthalten. Die typische Landschaft hier ist von den glazialen Reliefsformen geprägt: Kämme, Steilhänge, Kare, Schwellen und glaziale Täler.
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Das Maramureş Gebirge erstreckt sich auf ungefähr 100 km, von der Konfluenz des Vişeu Tales und der Theiß bis zum Prislop Pass, wo das Rodna Gebirge anfängt. Das Gebirge ist in mehreren Massiven fragmentiert, die von Tälern abgegrenzt sind. Die wichtigsten davon sind: Pop Ivan 1937 m, Farcău 1957 m, Toroioaga 1930 m und Cearcănu 1847 m. Zusammen mit einem Teil der Maramureş Einsenkung, sind diese Berge im Naturpark des Maramureş Gebirges enthalten.
Die vulkanischen Bergen Gutâi – Lăpuş – Ţibleş erstrecken sich vom Nord-Westen nach Süd-Osten, sind aus vulkanischen und sedimentaren Gesteinen gebildet und haben die Höhe zwischen 800 m und 1839 m. Das Relief dieser Berge fällt durch ihre Kegelform („neck”), Hochebenen aus Lava und Pyroklastit auf.
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Die Maramureş Einsenkung ist am N-E, S und S-W vom Maramureş Gebirge, Rodna Gebirge und die Gutâi – Lăpuş – Ţibleş Berge umrahmt. Sie ist eine große intramontane Einsenkung, bestehend aus hohe Hügel, Talfluren, kleine Senkungsbecken und Einzelberge. Zu ihrer Enstehung haben verschiedene Faktoren beigetragen: tektonische Bewegungen, vulkanischer Stau, unterschiedliche Abtragung. Die Höhe der Einsenkung ist zwischen 300 und 800 m.
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Die Baia Mare Einsenkung liegt westlich der vulkanischen Gebirge und ist die niedrigste Zone des Kreises, mit einer mittleren Höhe von 200m. Sie entfaltet sich auf die Haupttäler Someş, Lăpuş und Săsar. Die Randbildungen sind hügelig und ungefähr 300m hoch. Südlich und westlich ist die Baia Mare Einsenkung von den Bergen Chioarului, Dealul Mare - Ţicău und dem Codrului Gipfel geschloßen.
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Die reichen hydrologischen Ressourcen
des Kreises Maramureş beziehen sich sowohl auf das unterirdische Mineralwasser als auch auf die Oberflächengewässer.
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Das Mineralwasser kann in vier Areale des Kreises ausgenutzt werden: im Baia Mare Becken (Borcutului Tal, Firiza-Damm, Chiuzbaia, Baia Sprie, Apa Sărată, Bad Dăneşti, Şomcuta Mare und Cicârlău), im Lăpuşului Becken (Coaş, Măgureni, Stoiceni, Băiuţ, Cărbunari, Poiana Botizei, Ţibleş), der Maramureş Einsenkungsbecken (Săpânţa, Breb, Slătioara, Poienile Glodului, Botiza, Vişeul de Sus, Valea Vinului, Wasser) und im Becken der Maramureş und Rodna Gebirge (Suligu, Mihai, Baia Borşa und Borşa).

Leider werden die meisen dieser Quellen wirtschaftlich nicht mehr genutzt, so dass sie abgelagert werden oder einfach aufgegeben wurden. Trotzdem haben die Touristen Zugang zu einigen Mineral- oder Salzwassequellen, die im Volksmund „borcuturi” benannt werden und von den Einheimischen noch benützt werden.
Die Oberflächengewässer, sind in einem hydrographischen Becken mit einer Gesamtfläche von über 100 qkm umfaßt. Die Flüsse münden in der Oberen Theiß: die wichtigsten davon sind im Nord-Osten Vişeu, Iza und Săpânţa und im süd-westlichen Teil Săsar, Lăpuş und Someş, mit ihren Zuflüssen. Diese Flüße entwässern solwohl das Lăpuşului Land als auch die Baia Mare Einsenkung und die Codrului Gegend.

Die Vielfalt der Landschaft ist durch die vielen Seen betont. In Maramureş unterscheiden sich die Seen nach ihrer Entstehung wie folgt: natürliche Seen: glaziale Seen - Buhăescu I, Buhăescu II, Buhăescu III, Buhăescu IV, Iezer, Izvoru Bistriţei, Vinderel – und Seen die nach einem Absturz gebildet wurden – Lacul Albastru (der Blaue See) und Seen die zur Kur und Freizeitaktivitäten dienen, wie zum Beispiel die Seen von Ocna Şugatag und Coştiui (die anthropogen entstandenen Salzwasserseen Gavrilă, Tăul Fără Fund, Vrăjitoarei, Bătrân und Roşu, die karstischen Seen Vorsing, Lacul Alb, Mihai, Pipiriga de Sus, de Mijloc und de Jos, der See Fântâna von Slatină) oder Seen, die zur Trinkwasserversorgung der Siedlungen dienen (die Seen Strâmtori-Firiza, Runcu).
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Das Klima des Kreises Maramureş ist gemäßigt mit leichten kontinentalen Einflüssen. Man unterscheidet zwei klimatische Zonen: das Bergklimat in Gebieten über 800 m Höhe und das Hügelklimat in den Gebieten zwischen 300 und 800 m Höhe, mit den typischen klimatischen Parameter der submontanen Einsenkungen. Die jährliche Mittelthemperatur ist je nach Lage sehr unterschiedlich: im Someşului Tal, an der westlichen Grenze des Kreises liegt die jährliche Mittelthemperatur bei 9 oC, während auf die höchsten Gipfel der nördlichen Gruppe der Ostkarpaten (das Rodna Gebirge) sogar negative Werte (–2 oC) registriert werden. Insgesamt sinkt die jährliche Mittelthemperatur von Westen nach Osten entsprechend der Reliefsstufen. Das Relief und die geographische Lage verursachen solche großen Unterschiede der jährlichen Mittelthemperatur auf kleinen Entfernungen. Die Variationen der Themperatur werden punktuell an den Wetterstationen gemessen, die im ganzen Kreis verteilt sind.

Monatliche und jährliche Mittelthemperatur (oC)
WetterstationJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDezJährlicher Mittel
Baia Mare -2.5 0.6 5.0 10.3 15.4 18.5 19.7 18.7 15.0 9.8 5.1 0.0 9.6
Ocna Şugatag -3.8 -1.7 2.8 8.2 13.6 16.5 18.1 17.2 13.6 8.7 3.3 -1.0 8.0
Sighetu Marmaţiei -2.3 -1.5 3.8 9.2 14.5 17.1 19.0 18.4 14.1 9.0 2.8 -1.2 8.5
Târgu Lăpuş -3.4 -2.4 2.1 8.3 13.2 16.5 18.4 17.4 12.6 7.9 2.1 -2.9 7.5
Iezer -6.4 -6.0 -4.2 0.4 4.7 8.1 10.8 10.5 6.3 2.8 -2.9 -5.9 1.5
Quelle: Raumplan des Kreises Maramureş

Geschichte

Der Kreis Maramureş wurde 1968 mehr oder weniger „künstlich”, durch den Zusammenschluß auf die territoriale Verwaltungsebene der ehemaligen maramureşer "Länder": das Maramureş Land, das Chioarului Land, das Lăpuşului Land, das Codrului Land und die Gegend um Baia Mare gebildet. Diese Länder waren die für diese Gegend typischen archaischen territorialen staatsänlichen Organisationsformen des Dorfes und Tales, die von einem Knez oder Wojwod geführt waren. Zusätzlich waren diese Länder in mehreren ethno-kulturellen Zonen verteilt, die als "Täler" bekannt waren: Izatal, Vişeu Tal, Cosăului Tal oder Mara Tal. Die Bezeichnung als "Tal" bezieht sich nicht unbedingt auf die hydro-geographischen Gegebenheiten, sondern eher auf die Gruppierungen der Dörfer von einem hydrographischen Becken mit einer staatsähnlichen Organisationsform. Der Name „Tal” ist also eine Abkürzung der uralten Bezeichnung "Knezat des Tales…" (Knezat = staatsähnliche Organisationsform unter der Führung eines Knez).
Die Geschichte des Gebietes des heutigen Kreises Maramureş geht bis in den archaischen Zeiten zurück. Die Anwesenheit des Menschen in dieser Gegend ist im Laufen aller historischen Zeiten nachgewiesen worden. Die erste schriftliche Erwähnung datiert seit dem Jahr 1199, als eine Jagd in den maramureşer Wälder erwähnt wurde, an der auch der ungarische König Emeric teilgenommen hatte. Unter den rumänischen "Knezate" und "Wojwodate" der damaligen Zeit kann man sich an Cuhea (der Bogdaner), Mara oder Cosăului erinnern. Die Entwicklung dieser Organisationskerne wurde durch die ungarische Eroberung unterbrochen. Der Widerstand gegen die ungarische Expansion ist im Fall von Bogdan von Cuhlea am deutlichsten erwähnt, der in ungarischen Dokumenten der Jahren 1342-1343 als "ehemaliger Wojwod" und "untreu" beschrieben wurde. Er war im Jahr 1359 über das Gebirge hinüber gezogen und hatte dort zur Gründung des mittelalterlichen Staates Moldau beigetragen.
 
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"Das Maramureş Land" hat nach der ungarischen Eroberung und der Einführung spezifischer mittelalterlichen Institutionen, einschließlich des Komitates, weiterhin eine bestimmte lokale Selbständigkeit behalten. Dabei war die Rolle der rumänischen Adel sehr genau dokumentiert. Die Könige von Ungarn hatten den Rumänern hier das Recht gewährt, sich selber den Wojwoden auszuwählen und gemäß dem Walachischen Recht beurteilt zu werden. Die letzte Erwähnung in diesem Sinne ist in den Dokumenten des Jahres 1383 zu finden.

In der Zeit Matthias Corvinus waren die Beziehungen zwischen dem ungarischen König und dem maramureşer Adel sehr eng. Der König hatte aus Maramureş Soldaten für seine persönliche Wache ausgewählt. Er hatte gleichzeitig vielen Maramureşer den Titel "freier Baron" verleiht, was zu bedeuten hatte, dass diese Adelige ausschließlich dem König untergeordnet waren.
Ein wichtiger Episode war die Vereinigung der rumänischen Länder unter der Führung des Wojwoden Mihai Viteazul (1599-1600), als ein großer Teil der maramureşer Gegend, einschließlich die Chiarului Burg unter seiner Herrschaft trat. Ab dem Jahr 1688 aber wurde Maramureş ein Teil des österreichischen Reiches, zusammen mit dem restlichen Siebenbürgen.

Was die sozialle Entwicklung anbelangt, sind die Legenden über die Taten des Helden Grigore Pintea Viteazul zu erwähnen. Er wurde am 12. August 1703 vor die Toren der Stadt Baia Mare hingerichtet, blieb aber lebendig in der Erinnerung des Volkes durch die lokale Tradition.
 
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Maramureş trat relativ spät in das Moderne, vor allem wegen der Reliefsbedingungen, die die Gegend vom Rest des Landes isolieren. Wegen dieser Lage am Rande der Modernitätsrouten konnte Maramureş in der Zeit des Habsburgischen Reiches und der österreichisch-ungarischer Regierung seine spezifischen Merkmale behalten. Unter der österreichischen Herrschaft waren in der städtischen Welt des Bergbaus sehr unterschiedliche ethnische Kategorien (Österreicher, Slowaken, Tschechen, Ungaren) zu treffen, die aus verschiedenen Orten des Reiches hierher gebracht wurden, um die reichen nichteisernen Erze in der Region abzubauen. Die Bewohner der Region haben an wichtige Ereignisse, wie die Revolution von 1848-1849 oder die nationale Bewegung der Rumäner am Ende des 19. Jhs. und Anfang des 20. Jhs. teilgenommen.

Vasile Lucaciu, benannt auch "der Löwe von Şişeşti", und George Pop von Băseşti sind zwei wichtige Vertreter der rumänischen Elite, die die Vereinigung vom 1. Dezember 1918 vorbereitet hatten, als Siebenbürgen, Banat, Kreischland und ein Teil von Maramureş in Rumänien eingeschloßen wurden.
Obwohl die Vereinigung des ganzen Maramureş mit Rumänien verlangt wurde, ist endlich die nördliche Grenze an der Theiß festgelegt worden (zwei Drittel der Komitatsfläche wurde an der Tschechoslowakei abgegeben).

Nach 1918 blieb Maramureş relativ isoliert vom Rest des Landes. In diesem Sinne ist zu erwähnen, dass die einzige Zugverbindung mit Rumänien von Sighetu Marmaţiei über die ehemalige Tschechoslowakei und dann durch Halmeu und Satu Mare verlief. Die schwer zugängliche Berggürtel hat zur Erhaltung einer sehr starken bäuerlichen Struktur beigetragen. Diese war an einer Landwirtschaftsform, vor allem Schäferei und wenig Ackerbau gebunden, die die minimale Existenz der Bewohner sicherte und typisch für das karpatische Dorf war.

Der Kreis Maramureş enthielt zwischen den beiden Weltkriegen nur ein Drittel des ehemaligen Komitates Maramureş (der Teil südlich des Flußes Theiß) und hatte die Hauptstadt in Sighet. Die Gegend südlich der Bergkette Gutâi, einschließlich die Stadt Baia Mare, war im Kreis Satu Mare enthalten.
 
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In der Verwaltungsstruktur Rumäniens ab dem Jahr 1950 haben sich nach dem sowjetischen Muster die Regionen an der Stelle der Kreisen durchgesetzt. Die Region Baia Mare, später Maramureş umbenannt, enthielt sowohl Gebiete des heutigen Kreises Maramureş als auch Teile von den Kreisen Satu Mare und Sălaj. Die spezifischen Merkmale von Maramureş hatten sich mit lokalen Variationen auch während der kommunistischen Zeit erhalten. Obwohl das Relief für die Landwirtschaft nicht günstig ist, wurden trotzdem in manchen maramureşer Ortschaften landwirtschaftliche Genossenschaften gegründet. Auf diese Weise konnten die lokalen autarken Strukturen gebrochen und die alte bäuerliche Gesellschaft umgebaut werden. Gleichtzeitig hat die große Entwicklung des Bergbaus in der Maramureş Einsenkung andere wichtige Umwandlungen der sozialen Strukturen gebracht.
Nach der Rückkehr zur tradtionellen Formel der Kreise (1968) wurde der Kreis Maramureş in der heutigen organisatorischen Struktur umgebildet. In seinen Grenzen wurden auch die Ortschaften von den Einsenkungen Maramureş, Baia Mare, Lăpuş und Chioar, und sogar von den Tälern Someşului und Sălajului eingeschloßen. So begann der Begriff „Maramureş” eine andere Verwaltungsrealität als vorher zu beschreiben. Die Hauptstadt des Kreises wurde Baia Mare, eine Stadt, die 1329 erstmal erwähnt wurde und eine spektakuläre sowohl demographische (von ungefähr 14.000 Einwohner in 1930 bis zu 140.000 heute) als auch wirtschaftliche Entwicklung kannte. Sie ist eine sehr wichtige Stadt in dieser Gegend und registriert eine spezifische Entwicklungsdynamik.

Touristische Ziele

Der Wassertal – die Schmalspurbahn
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Der Wassertal, mit Schwerpunkten auf die Stadt Vişeu de Sus und auf die Schmalspurbahn, ist eine der wichtigsten touristischen Attraktionen von Maramureş. Der Tourismus ist hier eine Tradition schon seit dem 20. Jh. geworden. Die Gegend bietet einen malerischen unbelasteten natürlichen Rahmen, mit spektakulären Reliefsformen, der für Erholung und Entspannung, Wanderungen, Klettern, wissenschaftliche Erforschung und viele anderen touristischen Aktivitäten genützt werden kann.

Eine der wertvollsten kulturellen und technischen Leistungen des Landes ist die Schmalspurbahn vom Wassertal. Sie ist die letzte Forstbahn mit Dampflok der Welt. Hier wurde sie als technische Lösung für den Holztransport gebaut und war eine günstigere Alternative zum Transport aufs Wasser. Sie funktioniert heute noch im urspünglichen Zweck, aber auch für den Transport der Touristen.

Der Izatal
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Der Izatal ist ein Gebiet wo mehrere Sitten und Gebräuche als in jeder anderen Gegend Rumäniens erhalten blieben. Die Gegend erfaßt unter diesen Bezeichnung – die nicht unbedingt vom Fluß Iza, der die Gegend durchquert, sondern mehr von der alten Verwaltungsform es Gebietes ("Knezat des Tales") stammt – eine Zahl von Ortschaften, die sich durch Tracht und Sitten ähneln. Sie bilden einen einheitlichen ethno-kulturellen Raum.

Die Gegend wird meistens für die holzernen Tore, die erhaltenen Traditionen und Trachten, die besonderen Landschaften und die Gastfreundschaft der Einwohhner besucht. Der Izatal ist eine Attraktion durh sich selbst.


Kirchen und Klöster
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Als bemerkenswerte Beispiele der rumänischen Architektur und Geistlichkeitsquellen, sind die holzernen Kirchen und Klöster von Maramureş eine der wichtigsten touristischen Attraktionen. 8 davon wurden ab dem Jahr 1999 unter den UNESCO kulturellen Erbschaften gezählt: die holzerne Kirche von Budeşti, die holzerne Kirche von Deseşti, die holzerne Kirche von Bârsana, die holzerne Kirche von Poienile Izei, die holzerne Kirche von Ieud Deal, die holzerne Kirche von Surdeşti, die holzerne Kirche von Plopiş und die holzerne Kirche von Rogoz.

Diese Beispiele weisen ein hohes Niveau künstlerischer und handwerklicher Reife nach: sie sind schmal, hoch, aus Stämme gebaut und haben typische Türmer mit einem oder zwei Schindeldächern. Die Wände der Kirchen sind meistens aus horizontal gelegenen Eichenstämmen gebaut.
Der Lustige Friedhof von Săpânţa
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Ein traditionell spezifisches Volkskunstwerk mit unerfassbarem kulturellen Wert ist der Lustige Friedhof von Săpânţa. Er ist wegen siener lebhaft bunten Kreuze bekannt geworden. Die dargestellten Bilder sind Szenen vom Leben der dort bestatteten Personen und die Verse erinnern in lustigen Nuancen an ihrem Lebenslauf.

Mitte der 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts fing der künstlerisch begabten Handwerker Stan Ioan Pătraş an, die bunten Holzernen Kreuze in diesem Friedhof zu errichten. Er malte das Holz in den Farben des Lebens und beschriftete die Kreuze mit Versen, die in humorvoller Art die Realitäten des Lebens darstellen sollten. So wurde der Friedhof – ansonsten einen traurigen Ort – ein lustiges Archiv aus Holz, das die Lebensgeschichten der Săpânţaner aufbewahrt und an den folgenden Generationen weitergibt.


Das Denkmal für die Opfer des Kommunismus von Sighet
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Das Denkmal für die Opfer des Kommunismus und für die Widerstandsbewegung wurde als Museum im ehemaligen Gefängnis von Sighetu Marmaţiei eingerichtet. Hier waren vor allem aus politischen Gründen ungewünschte Personen gefangen gehalten. Zusammen mit dem Internationalen Zentrum für das Studium des Kommunismus mit Sitz in Bucharest, hat dieses Denkmal als Hauptziel die Rekonstituierung und das Aufbewahren im Gedächtnis des rumänischen Volkes der Geschichte, die ein halbes Jahrhundert lang im Bewusstsein der Menschen verfälscht aufgezwungen wurde.

Seit 1997 ist das Denkmal von Sighet ein representatives Ensamble auf nationale Ebene und seit 1998 ist es vom Europäischen Rat unter den ersten drei Orte der Pflege des europäischen Erinnerung neben dem Denkmal von Auschwitz und dem Friedensdenkmal von Normandie ernannt worden.


Ferienorte für Wintersport
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Der Kreis Maramureş kann unter den wichtigsten Wintersportgebieten des Landes gezählt werden. Er ist reich an Pisten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, gelegen in einem besonderen natürlichen Rahmen. Das überwiegend bergige Relief und die Lage im Norden des Landes sind günstige Faktoren, die dazu fürhren, dass der Schnee den ganzen Winter lang, vom Dezember bis April hier liegen bleibt.

Die wichtigsten Schiorte der Gegend befinden sich in den Rodna und Gutâi Gebirge. Die Pisten sind zwischen 800 m und 1500 m hoch gelegen und verfügen auf Liftanlagen. Einige Pisten sind für die Organisierung von nationalen Wettbewerben genehmigt. Schipisten gibt es in Borşa, Cavnic (Icoana), Izvoare und in Mogoaşa Şuior.
 
Balneare Kurorte
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Die balnearen Kurorte von Maramureş: Ocna Şugatag und Coştiui sind für die Heilungseigenschaften des Mineralwassers bekannt. Rheumatische Beschwerden, die Überarbeitung, die Asthenie oder chronische Entzündungskrankheiten werden hier erfolgreich behandelt.
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Die balnearen Kurorte von Maramureş verfügen auf moderne Behandlungszentren und laden die Touristen zur Erholung, Entspannung und Behandlung ein.

Ressourcen

Vişeu de Sus

Besuchen Sie die Webseite des Rathauses von Viseu de Sus für weitere Informationen zu der lokalen Verwaltung, sowie zu Neuigkeiten und Veranstaltungen, die hier stattfinden.

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